Sonntag, 8. April 2010

Norge-News: "Chinesischer Kampffisch bei Geschlechtsverkehr getötet".
Wie erst heute bekannt wurde, starb der erst 1 1/2 Jahre alte "Sushi i woas wo di Huas wohnt" an sexueller Überstimulation. Seine vier Frauen sind nach ersten Zeugenaussagen ca. eine halbe Stunde nach Einsetzen ins Aquarium wie die Heuschrecken über dem ansonsten monogam lebenden Sushi hergefallen.
In einem Vorort einer unbedeutenden Stadt hat sich diese tragische Geschichte ereignet: Ein monogam lebender chinesischer Kampffisch fristete in einem Halb-Liter Glas sein kümmerliches Dasein. Da der Besitzer dieses Elend nicht mehr mitansehen konnte, wurde eine doppelt so alte (wahrscheinlich auch genau so hässliche...) Kampffischfrau mit in das Bierglas eingesetzt. Nach einer kurzen Demonstration seiner Künste erkannte der Besitzer das "Potential" von Sushi und fügte noch drei weitere Chinesinnen in das Bierglas hinzu.
Das war dann für den einzigen "Herr im Halb-Liter-Fischglas" doch etwas zu viel. Nicht gewöhnt an das ständige "...mit der Flosse wedeln..." gab er auf, und verendete mit einem Lächeln im Fischgesicht und dennoch mit hängender Flosse.

Was die Geschichte soll? Keine Ahnung, mir hat sie gefallen, wahrscheinlich weil sie eben wirklich wahr ist.

Zum wichtigen:
Gestern Abend wurden wir von Lim und Geir zum Abendessen eingeladen. Es gab Pizza "all you can eat" ...ha, und ich kann viel, viel essen ;-). War aber auch sehr gut! Mich hat's an die legendären Pizzaofenblechaktionen meiner Mama erinnert. Die liefen ungefähr so ab:
(zu dritt) "Hunger, hunger, hunger!!!"
Mama: Hargot jo glei!!!
(zu dritt) "Hunger, hunger, hunger!!!"
Mama: Jooooohhhhh glllleeeeeeiiiii!!!! (schreit!!!)
(zu dritt) "woa supr, hmmm, ...i mag doch kun Fisch Mama!!! Wenn git as denn dia Pilzle!!!
Markus: Mama i hin leer, abr immr no an hungr!!!
Mama zu Markus: Mach d'r halt a Wurschtbrot, i ka num!!!

Geijr jedenfalls machte die gleiche Erfahrung, er kam mit dem auffüllen meines Tellers nicht mehr nach...

Danach sind wir gemütlich in der Stube von Lim und Gejr gewechselt und haben uns so richtig mit allem alkoholischem was rumgestanden ist betrunken. In Norge ist das übrigens üblich. Man betrinkt sich vor dem ausgehen ... nicht während dessen!!!
Als wir alle unseren vereinbarten Pegel (so zwischen "Zschuldigung i wos numma was i tua" und "He häsch des Häsle gsecha!" sind wir dann pünktlich um 0:00 in's Scotsman aufgebrochen.

Im Scotsman ist es einfach super. Wir feierten da bis drei in der früh. Lim und Geijr haben wir dann noch nach Hause gebracht und sind dann selbst zum Campingplatz gefahren. Wie immer hatte ich die Ehre aus Bergen hinaus zu fahren. Wie immer hätte ich mich auch heuer wieder verfahren, aber dank sei Gott für die Erfindung des "TomTom". Das Teil hat mich zum ersten Mal (und ich bin halt schon das vierte Mal in Norwegen) richtig aus Bergen hinaus zum Campingplatz geführt.

Andy ist ganz lustig wenn er nicht ganz nüchtern ist. Seine Stimme wird sehr tief und glasklar. Sprich man hört ihn gegen den Wind locker 5 Kilometer. Was die "MOF's" auf dem Campingplatz um 04:00 Uhr davon gehalten haben, weiß ich nicht ... will ich auch gar nicht wissen ... Unsere Ankunft in der früh, hat jedenfalls fix jeder mitbekommen ... mit anschließendem Schnarchkonzert von mir.

Der Geburtseltagssonntag von Martina begann recht entspannt. So um zwei am Nachmittag gab's zur Wiederauferstehung der "Süfl" ein Käsbrot. Anschließend sind wir nach Bergen gefahren (ja wieder mit dem Auto...) und haben uns Bergen bei Tag noch mal angesehen. Bergen ist einfach toll! Das darf an der Stelle ruhig auch gesagt werden.

Wir gingen dann gemeinsam zum ersten Mal in diesem Urlaub in eine Wirtschaft um uns so richtig verwöhnen zu lassen. Danke an Papa für das Geld dafür! Wir sind nach dem vorangegangenen Abend derart abgebrannt gewesen (das Bier hat immerhin umgerechnet gut 8 Euro gekostet...) das uns die finanzielle Unterstützung aus der Heimat wirklich gut getan hat.

Wir waren derart Müde danach, dass wir nur mehr den Umweg über den Fischmarkt zum Auto genommen haben. Auf dem Campingplatz angekommen haben wir das Vorzelt noch aufgebaut und darunter den Geburtstag von Martina noch mal so richtig gefeiert. Jetzt so kurz vor keine Ahnung geht's und jedenfalls prächtig und der kleine Mann der ständig an die Innenseite unserer Köpfe klopft, hat sich für morgen auch schon angekündigt.

PS: Martina ... die "Z..." ... besteht darauf das wir an ihrem Geburtseltag schon um 12:30 die Äuglein geöffnet haben!!! Eigentlich egal, aber was soll's ich schlaf ja eh im Auto.

 

Soweit so gut, schöne Grüße vom Martina, Andy und Markus