Ich habe noch einen Nachtrag zur gestrigen Pizza. Das ich das Messer, dass ich zum Pizzaschnitts verwendet habe, auf dem Parkplatz zum „Vardetangen” raus vergessen habe, ist nicht richtig. Vielmehr richtig ist, dass ich das Messer genau einmal in “Knarvik” zum auseinanderschneiden der runden Pizza verwendet habe und weil es so etwas dreckig war und ich auf dem Beifahrersitz keine Flecken wollte, es in der Pizzabakeren-Schachtel liegen gelassen habe. Auf dem Parkplatz zum “Vardetangen” ist ein großer Container der mit “Restaval” beschriftet ist. Da ich noch einige Bier- und Limodosen im Fußraum vom Beifahrersitz hatte (da waren auch noch einige Verpackungen von dem Süßen Zeug das ich zwischendurch einwerfe), nutze ich die Gelegenheit und packte alles in die Pizzaschachtel und warf alles uf zmol in den Container.
Aus dem Auge und aus dem Sinn. Wobei ich am Tag darauf dann schon draufgekommen bin, dass mir eben das Messer fehlt. ;-(.
Mein Dachzelt ist super. Heute Nacht hat es anständig geregnet, was dem Zelt genau gar nichts ausgemacht hat. Ich habe zusätzlich zu meinem Dachzelt-Kissen und Dachzelt-Decke noch einen Allround-Kutzen. Den habe ich über die Dachzelt-Decke gelegt und – wie immer heuer – geschlafen wie ein Engel. Voll cool. Am Morgen habe ich das so verregnete Zelt einfach zusammengefaltet und bin losgefahren.
Heute bin ich bis nach “Røldal” gefahren. Zurück nach Pizza-“Knarvik” und östlich von Bergen dann links weg nach “Norheimsund”. Kurz vor dem Ort kommt der “Steinsdalsfossen”. Der Wasserfall ist schon ziemlich besonders. Man kann da hinter dem Wasser durch auf die andere Seite laufen! Habe ich nicht gemacht, weil
- es ist da brutal steil raufgegangen
- es war brutal nass
- ich wollte nicht steil rauflaufen und dann noch nass werden
Jedenfalls hat er eine Fallhöhe von ungefähr 50 Meter und schaut sehr beeindruckend aus.
Mein Weg führte dann durch den Ort … ist auch ganz nett… viel Tourismus, direkt am Fjord… hat schon was…
Weiter auf die Fähre nach “Utne” und runter nach “Odda”. In “Odda” habe ich mir zuerst den Ort etwas angesehen. Klein, die Fußgängerzone ist so fünf Häuser lang, ein Kreuzfahrtschiff war grad da… Das Wetter war gut, da macht der Ort wirklich was her. Historisch war “Odda” ein bedeutender Industriestandort, weil es viel Wasserkraft rundum gibt. Die alte Karbid- und Cyanamidfabrik (steht immer noch genau in der Mitte von “Odda” rum) ist heute ein bedeutendes Industriedenkmal und Teil des UNESCO-Welterbes Rjukan–Notodden Industrial Heritage Site… in “Rjukan” war ich ja im letzten Jahr…
Ein weiterer Grund für den Besuch von “Odda” ist der “Lothepus Camping”. Dominik hat mir den Tipp gegeben. Der ganze Platz ist im Wikinger-/Mittelalter-Stil gebastelt. Da gibt es das traditionelles Wikinger-Langhaus, indem ein Restaurant untergebracht ist. Auf der einen Seite ist die Rezeption, aber das komplette Langhaus ist tatsächlich eine Wirtschaft. Voll cool. Da mal was Futtern gehen, wäre mal spaßig glaube ich. Übernachten da wäre sicher auch mal schön… also halt im Dachzelt… Der Wohnmobilplatz kosten 750,- NOK und die Hütten fangen bei 4000,- NOK (pro Tag) an…!!! Aber wenn das Wetter passt, ist das fix ein Platz wo man mal übernachten kann/sollte.
Jetzt bin ich in “Røldal” auf einem der fünfzig Campingplätze die es hier zu geben scheint. Meiner ist kurz vor der Stabkirche “Røldal”. Die bin ich mir natürlich noch kurz ansehen/fotografieren gegangen. Die Kirche kommt irgendwo aus dem Jahr 1200… Sie ist wohl bei Pilgern recht beliebt. Da wird neben der Kirche ein Pilgercenter geplant… Mal sehen, wenn das fertig wird/ist…
Jetzt gibt’s noch Futter, Whisky und Fatøl und dann ab in die Heia. Weil morgen ist mein letzter voller Tag in Norwegen ;-(. Ich fahre nach Osten bis zum “Utne Camping”, werde dort nochmal übernachten und am Donnerstag dann ab in die Hitze – nach Hause – fahren. Mehr dazu aber morgen dann…